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Frieden beginnt in mir

In der Welt schüttelt und rüttelt es. Kriege finden statt, viele Menschen erleben viel Leid. Das löst etwas in uns aus. Vielleicht fühlst du Schmerz? Trauer? Wut? Ohnmacht? Angst?


Wie schnell geraten wir da in die Verlockung, zu urteilen: Wer ist gut und wer ist böse?

Zu richten über das Leben anderer.

Wäre es möglich, dass wir ähnlich handeln könnten, wenn wir dasselbe Leben wie diese «bösen» Menschen erlebt hätten? Wer sagt, was gut oder schlecht ist? Gibt es eine Antwort, die für alle gilt? Oder finde ich etwas gut, das mein Mitmensch als schlecht empfindet?


Ich glaube, was wir Menschen brauchen, ist Liebe – egal, was wir tun. Das heisst nicht, dass wir gutheissen müssen, was der andere tut. Aber wir können ihm trotzdem in Liebe begegnen, weil wir nicht wissen, was ihn dazu leitet, so zu handeln. Welche tiefe Urwunde in ihm ist.

Vielleicht hast du jemanden in deinem Umfeld, der etwas tut, das dich verletzt. Vielleicht kennst du diese Momente, in denen jemand etwas sagt oder tut, und in dir zieht sich innerlich etwas zusammen… Wie wäre es, wenn du ihm statt mit Wut und Verurteilung mit Liebe begegnest? Wir alle geben unser Bestes in unserem Leben – genau das, was in dem Moment möglich ist.


Anderen und vor allem auch sich selbst zu vergeben, heisst, die Verstrickungen zu lösen, die diese Situation in dir auslöst und die dein Leben bewusst oder unbewusst bestimmen.

Immer wieder durchatmen, reinspüren: Welche Gefühle sind gerade da? Was löst eine Situation in mir aus? Wie gehe ich damit um? Wo übernehme ich die Rolle der*s Richters*in? Und was wäre, wenn ich stattdessen mit Liebe reagiere?


Frieden heisst für mich, meinen Mitmenschen wertefrei zu begegnen. Meine Gefühle zu fühlen, die in mir ausgelöst werden. Und immer wieder meinen eigenen Unfrieden zu fühlen und liebevoll mit mir zu sein. Und mir zu vergeben, wenn ich wieder in die Rolle der*s Richters*in falle.


Denn Frieden beginnt in mir.


Ich wünsche euch allen eine friedvolle vorweihnachtliche Zeit.

 
 
 

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